Nominiert in der Kategorie "Nachhaltigste Innovationsleistung": Schöck Bauteile GmbH

Am Fuße des Schwarzwaldes begann vor über 50 Jahren die Erfolgsgeschichte des Firmengründers Eberhard Schöck. 1962 gründete er den Schöck Bautrupp und baute Keller für Fertighäuser. Er nutzte sein Wissen und seine Erfahrung, um Produkte zu entwickeln, die den Bauablauf vereinfachen, bzw. bauphysikalische Probleme lösen. Die daraus entstandene Schöck Bauteile GmbH ist heute ein führender Anbieter für zuverlässige Lösungen in der Wärme- und Schalldämmung und Bewehrungstechnik.

Mit seinen Produkten, Services und ca. 1.000 Mitarbeitern setzt die Schöck Gruppe in verschiedenen Gesellschaften in Europa, Russland und Nordamerika internationale Maßstäbe. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Baden-Baden. Eine bahnbrechende Erfindung von Eberhard Schöck war der Schöck Isokorb®: Ein tragendes Wärmedämmelement zur Minimierung von Wärmebrücken an auskragenden Bauteilen wie beispielsweise Balkonen. Ein Produkt, mit dem Schöck die Baubranche nachhaltig prägte. Die Produkte in den Bereichen Wärmedämmung und Trittschallschutz setzen durch ihre bauphysikalischen Eigenschaften Standards in der Baubranche. Die Idee zum heutigen Hauptprodukt Isokorb® hatte Eberhard Schöck Ende der 1970er Jahre bei einem Skiurlaub, wo der Bauingenieur auf feuchte Zimmerdecken aufmerksam wurde. Schnell waren die sogenannten Wärmebrücken am Balkon als Verursacher des Übels ausgemacht. Wärmebrücken sind örtlich begrenzte Bereiche an einem Gebäude mit höherer Wärmeleitung als die angrenzenden Bereiche. 1983 wurde der Isokorb® erstmals im Markt vorgestellt.

 

Qualifizierung für die „Nachhaltigste Innovationsleistung“

Energieeinsparung ist als politisches Ziel allgemein akzeptiert, allerdings ist die Frage, wie dies erreicht werden soll, durchaus kontrovers diskutiert. Energieeinsparung ist insgesamt eine komplexe Thematik. Mit einem Anteil von etwa 40 Prozent am deutschen Energieverbrauch zählt der Gebäudesektor zu den größten Energieverbrauchern. Dieser Anteil beläuft sich zu 70 Prozent auf den häuslichen Energieverbrauch, wovon wiederum die meiste Energie für die Beheizung von Wohnräumen verwendet wird. Obwohl gesetzlich bei Neubauten Wärmedämmmaßnahmen vorgeschrieben sind und auch viele Millionen Euro in den Baubestand investiert wurden, sind noch immer mindestens 70 Prozent aller deutschen Wohnimmobilien schlecht oder gar nicht gedämmt. Schöck ist mit dem Isokorb® mit Abstand Marktführer. Sowohl beim Neubau als auch beim nachträglichen Balkonanschluss ist der Isokorb® als Markenbezeichnung der Inbegriff für eine Produktgattung bei Statiker:innen, Bauphysiker:innen, Architekt:innen, Bauunternehmer:innen und bei den Fertigteilwerken.

 

Ausprägung der Qualifizierung

Die Marke Schöck genießt bei den relevanten Kundengruppen eine sehr hohe Bekanntheit und ebenso große emotionale Bindung. Die Einführung des heutigen Hauptprodukts war sehr mühsam und gegen erhebliche Widerstände, ein Wärmedämmelement mit Anschlussbewehrung zu akzeptieren. Die eigene Firmenphilosophie und Führungsgrundsätze wurden im Jahr 1989, auf Wunsch von Eberhard Schöck, zusammen mit Mitarbeiter:innen des Unternehmens erarbeitet. Unter dem Motto „Partnerschaft und Fortschritt“ entstanden moderne, kund:innen- und mitarbeiter:innenorientierte Leitlinien. Diese drückten die Wertevorstellung von Eberhard Schöck aus und wurden auch von den Mitarbeiter:innen gelebt und galten als vorbildlich.

Das hohe soziale Engagement zeigt sich auch in der Schöck-Familien-Stiftung. Diese fördert Projekte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland, Indien und Nepal rund um das Thema der schulischen und der beruflichen Ausbildung. Die Eberhard-Schöck-Stiftung ist auf die Modernisierung der bauhandwerklichen Berufsausbildung in Mittel- und Osteuropa spezialisiert und führt Modellprojekte, Qualifizierungsprogramme und Austauschprojekte in und mit Russland, der Ukraine, Moldau und Georgien durch.

 

Vereinbarkeit mit der Rudolf-Diesel-Medaille

Innovation bedeutet nicht nur Erfinden, sondern auch unternehmerische Umsetzung im Sinne von Rudolf Diesel und genau dafür steht Eberhard Schöck. In der Mitte seines Berufslebens hat Eberhard Schöck ein grundlegendes Problem aus der Energieeinsparung bei Gebäuden entdeckt, es gelöst, diese Lösung gegen erhebliche Widerstände in den Markt gebracht und mit unternehmerischem und technischem Geschick zu einem anerkannten und marktführenden Produkt gemacht, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Nicht nur die Themen Wohnkomfort und Energieeinsparung durch Wärmedämmung, auch die Produktion mit umweltschonenden Materialien und Verfahren liegen ihm persönlich am Herzen und werden ganz konkret umgesetzt, von der Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung bis zum Hackschnitzelwerk zur Wiederverwertung anfallender Holzabfälle. Eberhard Schöck repräsentiert die Idee der Rudolf-Diesel-Medaille als Lebenswerkauszeichnung mit seinem Unternehmen in besonderer Weise, was durch die Nominierung in der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ honoriert wird.

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