Nominiert in der Kategorie "Erfolgreichste Innovationsleistung": OHB SE

Die OHB SE ist ein europäischer Raumfahrt- und Technologiekonzern und eine der bedeutenden unabhängigen Kräfte der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Entwicklung und der Umsetzung innovativer Raumfahrtsysteme und -projekte hat sich der OHB-Konzern hervorragend für den internationalen Wettbewerb aufgestellt.

Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren geografisch innerhalb Europas diversiziert und verfügt damit über Standorte in wichtigen ESA-Mitgliedsländern. Diese strategischen Standortentscheidungen fördern die Teilhabe an zahlreichen europäischen Programmen und Missionen. Die inhaltliche Zusammenführung und Konzentration auf die jeweiligen Kernfähigkeiten wird in den drei Unternehmensbereichen „Space Systems“, „Digital“ und „Aerospace“ gelebt. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 3.000 Mitarbeitende und hat im Geschäftsjahr 2019 mehr als 1 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet. Entstanden ist das Unternehmen aus einem kleinen Schiffsreparaturbetrieb, den Christa Fuchs im Jahr 1981 von dem Bremer Ehepaar Otto übernommen hatte. Die Firma „Otto Hydraulik Bremen“ mit damals fünf Mitarbeiter:innen wurde nach dem Einstieg ihres Ehemanns Manfred Fuchs im Jahr 1985 Schritt für Schritt zum Raumfahrtunternehmen OHB um- und ausgebaut.

Die Grundlagen, die seine Eltern in den 80er und 90er Jahren gelegt hatten, hat ihr Sohn Marco Fuchs dann als Vorstandsvorsitzender über eine Generation umgesetzt und OHB damit zu einem der drei führenden Raumfahrtkonzerne Europas ausgebaut. Marco Fuchs‘ Leistung besteht insbesondere darin, dass es trotz des stetigen Wachstums über mehr als 25 Jahre niemals eine Verwässerung der Familienanteile am Aktienpaket von 70 Prozent gegeben hat. Die Wachstumsgeschichte des Unternehmens ist also nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sondern auch eine, die nachhaltig gestaltet wurde. Marco Fuchs, geboren 1962, hat ab 1981 Jura in Berlin, Hamburg und New York studiert, anschließend hat er in der Anwaltskanzlei Jones, Day, Reavis & Pogue, in New York und Frankfurt/Main gearbeitet. 1995 trat er in das Familienunternehmen ein, das er seit 2000 als Vorstandsvorsitzender leitet.

 

Qualifizierung für die „Erfolgreichste Innovationsleistung“

OHB war in seinen Anfängen das, was man heute ein Start-Up nennen würde. Alles begann in einer Garage im Bremer Stadtteil Hemelingen mit fünf Mitarbeiter:innen; Familie Fuchs hat OHB in 35 Jahren zu einem Global Player und einen Hidden Champion umgebaut.

Manfred Fuchs bis zu seinem Tod 2014 als genialer Ingenieur mit dem Gespür für Marktlücken, Gründerin Christa Fuchs als Herrin über die Finanzen sowie ihr Sohn Marco als strategischer Kopf hinter dem nachhaltig geplanten Wachstumskurs. Trotz zahlreicher innovativer Projekte und mutiger Entscheidungen war es niemals nötig, die Familienanteile zu verkaufen oder Mitarbeiter:innen betriebsbedingt zu kündigen.

 

Ausprägung der Qualifizierung

Mut, Lösungsorientierung, Vielseitigkeit sind zentrale Werte, die das Unternehmen von Anfang an lebt. OHB hat sich von der gewerblichen Garagenfirma zum mittelständischen Raumfahrtzulieferer entwickelt, mit dem Projekt SARLupe 2001 wurde es zum Raumfahrtsystem-Anbieter sowie mit den Projekten Galileo und MTG 2010 und 2012 zum europäischen „Large System Integrator“, der für Institutionen wie die EU oder die ESA Missionen in dreistelliger Millionenhöhe durchführt. OHB hat unter Manfred Fuchs die Marktlücke kleiner Satelliten erkannt; OHB hat mit SmallGeo eine eigene einheitliche Plattform für geostationäre Satelliten entwickelt

 

Vereinbarkeit mit der Rudolf-Diesel-Medaille

Unter der Leitung der Familie Fuchs hat OHB zum richtigen Zeitpunkt die Bedeutung der Raumfahrt erkannt und welche technologischen Anforderungen erfüllt werden müssen. OHB wurde damit nicht nur als Unternehmen erfolgreich, sondern hat damit den nationalen und europäischen Markt in der Raumfahrt entscheidend mitgestaltet.

OHB hat sich im Wettbewerb mit ganz wenigen anderen Marktteilnehmern behauptet. Es ist davon auszugehen, dass sich die europäische Raumfahrt ohne diese Wettbewerbskomponente weniger erfolgreich entwickelt hätte. OHB hat diesen Beitrag nur durch zahlreiche erfolgreiche Innovationen über zwei Generationen erbringen können.

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