Nominiert in der Kategorie "Erfolgreichste Innovationsleistung": Dr. h.c. Heinz Dürr

Die Dürr AG. Sie ist ein weltweit agierendes Maschinenbauunternehmen, das sich auf Automatisierungs- und Anlagenlösungen spezialisiert hat.

Die Hauptaktivitäten des Unternehmens liegen in der Entwicklung und Herstellung von innovativen Lösungen für die Automobilindustrie, darunter Lackieranlagen, Montagesysteme und andere Automatisierungslösungen. Diese Technologien tragen dazu bei, den Produktionsprozess in der Automobilbranche effizienter zu gestalten und die Qualität der Endprodukte zu verbessern.

Unter der Führung von Heinz Otto Dürr (geboren 1933 in Stuttgart, verstorben 2023 in Berlin) entwickelte sich das Unternehmen bis 1980 zu einem weltweit agierenden Maschinen- und Anlagenbaukonzern. Selbst nach seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender des AEG-Konzerns und als Präsident der Deutschen Bundesbahn, behielt er eine tiefe Verbindung zu Dürr. Als Eigentümer, später Mehrheitsaktionär und schließlich Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Dürr AG prägte er das Unternehmen maßgeblich. Auch nach seinem Tod hält die Heinz Dürr GmbH 26 % der Aktien der Dürr AG. Zusätzlich sind 3,5 % der Aktien im Besitz der Heinz und Heide Dürr Stiftung, die er 1998 gründete.

 

Qualifizierung für die „Erfolgreichste Innovationsleistung“

Als Heinz Dürr im Jahr 1957 in das Familienunternehmen eintrat, markierte er den Beginn einer Ära der technologischen Vorreiterrolle, die die Lackier- und Automobilbranche maßgeblich prägte. Heinz Dürr bewies ein Gespür für Marktbedürfnisse und technologischen Wandel. Seine Fähigkeit, frühzeitig Trends zu erkennen, führte zur Marktdurchdringung der elektrophoretischen Tauchlackierung – einer Branchenneuheit.

Unter seiner Führung expandierte Dürr international und setzte sich als weltweiter Technologieführer durch. Auch nachdem Heinz Dürr die aktive Geschäftsführung verließ, orientiert sich das Unternehmen weiterhin an seinen Innovationsprinzipien. Das zeigt sich in Projekten wie der „Lackieranlage der Zukunft“, die Dürrs anhaltenden Innovationsgeist demonstrieren und seinen anhaltenden Einfluss bestätigen.

 

Ausprägung der Qualifizierung

Dürrs Engagement und sein technologischer Pioniergeist trugen maßgeblich dazu bei, die elektrophoretische Tauchlackierung als Standardverfahren für die Beschichtung von Metallteilen zu etablieren. Dieses Verfahren zeichnet sich nicht nur durch seine Umweltfreundlichkeit, hohe Effizienz und Qualität aus, sondern spielt bis heute eine grundlegende Rolle bei der Herstellung von Fahrzeugen. Neben der vorangetriebenen elektrophoretischen Tauchlackierung und ihrer nachhaltigen Integration in die Industrie, waren seine Bemühungen in den Bereichen der Automatisierung und Robotik von ebenso großer Bedeutung. Sein Unternehmen spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Implementierung von automatisierten Fertigungsprozessen in verschiedenen Branchen, die die Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden, nachhaltig veränderten.

 

Vereinbarkeit mit der Medaille

Während seiner Karriere bewies Dürr nicht nur unternehmerisches Geschick und Weitsicht, sondern auch den Mut, neue Wege zu gehen und sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Heinz Dürrs beeindruckende Transformation von Dürr in ein weltweit agierendes Unternehmen belegt seinen einzigartigen Innovationsdrang. Als treibende Kraft hinter zahlreichen technischen Neuerungen hat er nicht nur marktstrategische, sondern auch bedeutende gesamt-ökonomische Auswirkungen erzielt.

Er leistete wichtige Beiträge zur Entwicklung von Technologien und Prozessen, die nicht nur die Effizienz in der Fertigung steigerten, sondern auch den Umweltschutz förderten. Seine Vision ging jedoch über das Geschäftliche hinaus: Mit der Gründung der „Heinz und Heide Dürr Stiftung“ setzte er ein Zeichen für Bildung, Forschung und Kultur.

Bis in die letzten Tage seines Lebens informierte sich Heinz Dürr über Neuentwicklungen und Technologieakquisitionen bei Dürr. Auch nach seinem Ableben fühlt sich die Dürr AG seinem Innovationsgeist verpflichtet; Innovation bleibt im Sinne von Heinz Dürr ein zentrales Strategieelement.

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